Im Notfall

Notaufnahme Rotkreuzklinik Wertheim
Tel. 09342/303-0  
(24 Stunden besetzt)

Adresse:
Rotkreuzklinik Wertheim
Rotkreuzstraße 2
97877 Wertheim
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Die Zentrale Notaufnahme finden Sie im Erdgeschoss, schräg gegenüber dem Eingang.

Bei Verdacht auf akuten Schlaganfall oder Hirnhautentzündung, unklarer Bewusstlosigkeit, frischen Lähmungen, epileptischen Anfällen:
Schlaganfallstation der Rotkreuzklinik Wertheim
Tel. 09342/303-4030 (24 Stunden besetzt)

Weitere Notrufnummern:
Notruf für Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst: 112
Kassenärztliche Notrufnummer: 116 117

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Pneumologie und Beatmungsmedizin
Unsere Schwerpunkte

Studien belegen, dass die Häufigkeit von Lungenerkrankungen wie Lungenentzündungen, Lungenkrebs und chronisch obstruktive Lungenerkrankungen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten deutlich steigen wird. Bei Lungenentzündungen um fast 200 Prozent, bei chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen um 50 Prozent und bei Lungenkrebs um über 60 Prozent. Wesentliche Einflussfaktoren dafür sind das zunehmende Alter der Bevölkerung und die teilweise Jahrzehnte zurückliegende Exposition mit toxischen Substanzen aus der Umwelt sowie durch Rauchen. Zudem sind allergische Erkrankungen seit Jahrzehnten auf dem Vormarsch.

In der Rotkreuzklinik Wertheim sind wir mit der Abteilung für Pneumologie und Lungenheilkunde optimal aufgestellt, um allen Patienten die bestmögliche Hilfe zukommen zu lassen. Wir behandeln das gesamte Spektrum pneumologischer Krankheitsbilder, dies betrifft insbesondere:

  • Asthma und chronisch obstruktive Atemwegserkrankungen, Bronchiektasen, Lungenemphysem
  • Pneumonien, Mykosen, Parasitosen, nichttuberkulöse Mykobakteriosen und Tuberkulose
  • Alveolitiden, Granulomatosen, Lungenfibrosen u.a. Systemerkrankungen mit pulmonaler Beteiligung
  • Tumoren der Atemwege und des Rippenfells, pulmonaler und pleuraler Metastasen
  • Erkrankungen der Atemmuskulatur, des Rippenfells und des Lungenkreislaufes

 

Diagnostik und Therapie

  • Entzündliche Erkrankungen der Atmungsorgane

    Entzündungen der Atemwege sind die häufigsten Atemwegserkrankungen. Mittels genauer Diagnostik wird die Ursache der Entzündung identifiziert. Dabei wird zwischen infektiösen, rheumatischen und allergische Ursachen unterschieden.

    Des Weiteren kommen je nach Krankheitsbild verschiedene Funktionsuntersuchungen zum Einsatz: 

    • Untersuchungen von Blut und Auswurf
    • Untersuchungen der Ausatemluft (Exhalat) etwa auf Stickstoffmonoxid (NO)
    • Ergospirometrie (Messung der Atemgase unter körperlicher Belastung)
    • Bronchoskopie flexibel und starr
    • thorakoskopische Untersuchungen zur Inspektion und Gewebegewinnung
    • Transthorakaler und endosonografischer Ultraschall

    Therapeutisch stehen die inhalative oder systemische Therapie zur Verfügung, physiotherapeutische und krankengymnastische Maßnahmen ergänzen das Behandlungskonzept.

  • Bösartige Erkrankungen der Atmungsorgane und Metastasen

    Die Diagnostik von Krebserkrankungen erfolgt unter Zuhilfenahme modernster radiologischer und endoskopischer Verfahren: Ultraschall, Röntgen und Computertomografie dienen der Bildgebung und in Verbindung mit starrer/flexibler Bronchoskopie der Gewebegewinnung und ggf. Therapie wie bei der Rekanalisation von Bronchien oder Entlastung von Pleuraergüssen.

    Die Behandlung von Lungenkarzinomen erfolgt leitliniengerecht, die medikamentöse Tumortherapie beinhaltet neben klassischer Chemotherapie auch Immuntherapie und zielgerichtete Therapie nach molekularpathologischer Testung. Die Behandlung anderer thoraxonkologischer Erkrankungen ist ebenfalls an den Vorgaben der Fachgesellschaften ausgerichtet.

    Palliativmedizin ist nicht nur in der Onkologie ein wichtiger Behandlungsbaustein, sondern auch bei fortgeschrittenen anderen Lungenerkrankungen wie beispielsweise chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD) und Emphysem früh Teil der Therapiekonzeptes.

  • Erkrankungen der Atemmuskulatur, -steuerung und des Lungenkreislaufs

    Die Atmung ist ein komplexer nie pausierender Vorgang des Organismus. Die Atempumpe, welche Ein- und Ausatmung sicherstellt sowie die zentralnervöse Steuerung gehören eng zusammen. Ein Versagen ist unmittelbar lebensbedrohlich.

    Die Diagnostik erfolgt in der Lungenfunktion und durch Polygrafie bzw. Polysomnografie. In der Therapie sind neben medikamentöser Behandlung, wenn möglich durch Inhalation, auch endoskopische Verfahren wie Stenteinlage oder endoskopische Lungenvolumenreduktion im Einsatz. In der intensivmedizinischen Betreuung wird die Beatmung und Beatmungsentwöhnung erforderlichenfalls auch die invasive und nichtinvasive Langzeitbeatmung eingesetzt.

    Die Diagnostik und Behandlung von Lungenhochdruck (pulmonaler Hypertonie) erfolgt mit Echokardiografie und Rechtsherzkatheteruntersuchung in Zusammenarbeit mit den Kardiologen der Klinik.